MILESGO
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Industrie und FertigungS37

Datengateway für vorausschauende Wartung

Das Problem

Die Instandhaltung möchte Schwingungs-, Temperatur- und Stromtrends zur Planung nutzen, doch die Daten bleiben ungespeichert in Umrichtern und Sensoren; Ausfälle kommen weiter überraschend.

Lösungsübersicht

MILESGO-Gateways erfassen Daten von Schwingungs- und Lagertemperatursensoren, Frequenzumrichter, PT100-/PT1000-Temperaturfühler, 4–20-mA-/0–10-V-Messumformer über Modbus RTU / Modbus TCP / HART und liefern sie als MQTT / OPC UA an ein Historian / eine Datenbank (MySQL, SQL Server, InfluxDB), eine Cloud-Plattform (MQTT), SMS-, E-Mail- und Messenger-Alarme. Die Feldgeräte behalten Protokoll und Steuerlogik; die Integration erfolgt durch Konfiguration und Punktzuordnung, nicht durch Sonderprogrammierung.

Typischer Umfang

  • Schwingungs- und Lagertemperatursensoren
  • Frequenzumrichter
  • PT100-/PT1000-Temperaturfühler
  • 4–20-mA-/0–10-V-Messumformer

Protokollweg

Modbus RTU / Modbus TCP / HART → MQTT / OPC UA

Checkliste für die Projektleitung

  • Für verdrahtete Signale jeden DI/DO/AI/AO mit Typ (potenzialfrei, 4–20 mA, 0–10 V, PT1000) auflisten und E/A-Module danach wählen.
  • Sensorpositionen (Höhe, Luftströmung, Abstand zu Türen und Auslässen) festlegen, damit die Werte repräsentativ sind.
  • NTP konfigurieren, damit Trends, Alarme und Zählerstände einheitliche Zeitstempel tragen.
  • Lokale Speicherung bestätigen, damit Daten Netzausfälle überstehen, und die Vorhaltedauer festlegen.
  • KPI-Definitionen (z. B. OEE-Komponenten oder kWh je Einheit) vor dem Dashboard-Bau mit dem Betrieb abstimmen.
  • In Phasen ausrollen: Pilot an einem Standort oder Bereich, Datenqualität prüfen, dann replizieren.

Projektergebnisse

  • Freigegebene Datenpunktliste und Protokollzuordnung
  • Gateway-Konfigurationen und Sicherungen
  • IP-Adressplan und Netzplan
  • FAT- und SAT-Protokolle
  • Bestandsdokumentation und Bedienerschulung

Systemarchitektur

Feldebene: Schwingungs- und Lagertemperatursensoren, Frequenzumrichter, PT100-/PT1000-Temperaturfühler, 4–20-mA-/0–10-V-Messumformer, angebunden über Modbus RTU / Modbus TCP / HART. Edge- und Integrationsebene: MILESGO-Protokoll-Gateways und Edge-Controller, auf Hutschiene in bestehenden Schränken, fragen jedes Gerät ab, versehen Werte mit Zeitstempel und puffern sie lokal. Obere Ebene: ein Historian / eine Datenbank (MySQL, SQL Server, InfluxDB), eine Cloud-Plattform (MQTT), SMS-, E-Mail- und Messenger-Alarme, die die Daten als MQTT / OPC UA erhält. Fernwartung läuft über VPN statt über offene Internet-Ports.

Systemaufbau

Feldgeräte
Schwingungs- und Lagertemperatursensoren, Frequenzumrichter, PT100-/PT1000-Temperaturfühler, 4–20-mA-/0–10-V-Messumformer
Edge / Integration
MILESGO-Protokoll-Gateways und Edge-Controller
Übergeordnete Systeme
ein Historian / eine Datenbank (MySQL, SQL Server, InfluxDB), eine Cloud-Plattform (MQTT), SMS-, E-Mail- und Messenger-Alarme (MQTT / OPC UA)
Werkzeuge und Inbetriebnahme
Webbasierte Konfiguration, Import/Export der Punktliste (Excel), Simulation vorab und Diagnosewerkzeuge vor Ort

Software- und KI-Funktionen

  • Indikatoren für vorausschauende Wartung aus AnlagentrendsPilot
  • Anomalieerkennung in TrenddatenGeplant

Umsetzungsschritte

  1. 1

    Bestandsaufnahme und Punktliste

    Geräte, Protokolle, Registerlisten, Schrankplatz, Stromversorgung und Netzwege erfassen.

  2. 2

    Planung und Freigabe der Punktliste

    Jeden Punkt dem Zielprotokoll und -system zuordnen und mit Kunde und Errichter des übergeordneten Systems abstimmen.

  3. 3

    Konfiguration und FAT

    Gateway-Konfiguration extern erstellen, simulieren und gegen die freigegebene Punktliste testen.

  4. 4

    Montage und Verdrahtung

    Gateways auf Hutschiene montieren, RS-485 / E/A / Ethernet verdrahten, IP-Plan umsetzen.

  5. 5

    SAT und Alarmtests

    Werte mit Vor-Ort-Anzeigen vergleichen, jeden Alarm und Befehl durchgängig testen.

  6. 6

    Übergabe und Support

    Konfigurationssicherungen, Punktliste und Bestandsunterlagen übergeben; Bediener schulen.

Kundennutzen

  • Auffälligkeiten früh erkannt, bevor sie zu Ausfällen werden
  • Verlässliche Trenddaten für Optimierung und Fehlerdiagnose
  • Daten bereit für Cloud-Plattformen und Analysen
  • Alarme erreichen die zuständige Person per SMS, E-Mail oder Messenger

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